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BEST OF 2017

Goodbye 2017, Hello 2018! Wie in den Jahren zuvor, darf auch in diesem Jahr mein “Best Of” Post nicht fehlen, in dem ich neben meinen beruflichen Highlights auch ein paar private Einblicke und persönliche Gedanken mit euch teilen möchte. Ja, ich weiß, schon wieder ein Jahresrückblick. Diese kleine Tradition möchte ich auf Hoard of Trends dennoch nicht missen, darum: Für alle, die sich für mein Jahr 2017 interessieren und sich die Zeit nehmen möchten, erzähle ich nachfolgend von meinen Höhen und Tiefen und schaue noch einmal zurück auf ein sehr ereignisreiches, turbulentes und spannendes Jahr zurück…

 

 

 

Januar – März

Nach einem ruhigen Start ins neue Jahr, haben mein Freund und ich Pläne für 2017 geschmiedet und u.a. unsere große Reise im Sommer geplant. Nachdem wir uns auf ein Datum geeinigt hatten, wurden direkt Flüge gebucht und die Vorfreude stieg ins unmessliche. Kurz darauf stand auch schon wieder die Berlin Fashion Week auf dem Programm. Ich habe wie immer nur ausgewählte Termine wahrgenommen und bewusst nicht je Show und jedes Event mitgenommen, da ich in der Zwischenzeit fleißig war und u.a. 18 Blogposts für euch produziert und vier größere Reisen geplant habe. Zu meinen Highlights während der Berlin Fashion Week zählte u.a. ein Shooting mit Laurel und Marinas Kooperation mit Topshop am Alexanderplatz. Ende des Monats ging es dann zusammen mit Marina für einen coolen Job ins Wertheim Village in der Nähe von Frankfurt.

Der Terminkalender im Februar war sehr prall gefüllt, weil ich mir einen kleinen Traum erfüllt habe. Durch meine Selbstständigkeit hatte ich nun endlich die Möglichkeit im Winter einen Fashion Week Marathon hinzulegen. Ich habe erstmals und nacheinander die Fashion Weeks in Kopenhagen, New York, London und Paris abgeklappert 🙂 Gemeinsam mit meinem Freund ging es für drei Tage nach Kopenhagen. Wir hatten einige Termine auf der Agenda, haben bei Wind und Wetter geshootet (es war unfassbar kalt!) und Fashion Shows besucht. Zu meinen Highlights zählte das Dinner mit Samsoe Samsoe und die Shows von Baum und Pferdgarten, By Malene Birger und Lala Berlin. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es für mich dann weiter nach New York. Desigual hatte Amandine und mich, anlässlich ihrer Fashion Show für zwei Tage in den Big Apple eingeflogen, wir haben aber um drei Tage verlängert und u.a. die Shows von Tibi, Lacoste und Hellessy gesehen, fleißig Outfits fotografiert und die Stadt erkundet. Wir hatten eine grandiose und unvergessliche Zeit, trotz Blizzard und Schnee-Chaos. Wieder zurück in Berlin, blieben mir wieder nur ein paar Tage um alle Posts vorzubereiten, neue Termine, Outfits und Kooperationen zu planen, bevor es dann gemeinsam mit meinem Schwesterherz für drei Tage nach London ging. Wieder war der Kalender prall gefüllt mit Terminen, Meetings und Shootings. Zu unseren Highlights zählte die Topshop Show und der Besuch in den heiligen Hallen von ASOS… Ein weiteres, persönliches Highlight: Mein Freund hatte sein Referendariat in der Tasche und begann im Februar als Sport- und Geschichtslehrer zu arbeiten 🙂

Am 1. März ging es weiter nach Paris, wo ich ganze Neun Tage verbracht, einige Shows, Events und Termine wahrgenommen und unzählige Outfits fotografiert habe. Marina, Philipp und ich sind mittlerweile ein richtig eingespieltes Team, was Fotos machen angeht. Aufgrund der Wetterprognose, die eine Woche lang durchgehend Regen angezeigt und damit leider auch Recht behalten hat, haben wir innerhalb der ersten zwei Tage in Paris fast alle geplanten Looks vorab fotografiert. Es war eine grandiose Idee, die uns viel Stress erspart hat und alle Kunden zufrieden gestellt hat. Am Wochenende gab’s in der WG einen Tausch, für Marina und Philipp ging es zurück nach Berlin und mein Freund kam für zwei Tage in die Stadt der Liebe. Da ging es dann los mit einer kleinen Glückssträhne: Wir schauten immer wieder nach Wohnungsangeboten, da wir uns Aufgrund meines Jobs räumlich vergrößern wollten. Er zeigte mir eine Wohnung, die er auf dem Weg nach Paris im Internet entdeckt hatte und wir fragten per Mail direkt nach einem Besichtigungstermin. Eine knappe Woche später war es dann endlich so weit. Wir betraten an einem Sonntagmorgen die Wohnung und verliebten uns auf Anhieb: Sanierter Altbau, eine tolle Einbauküche, alle Zimmer sind perfekt geschnitten und lichtdurchflutet und die Lage top. Wir übergaben dem Makler direkt alle benötigten Unterlagen und die Bewerbung, machten uns aber nicht zu große Hoffnung, da die Bude mit potentiellen Nachmietern voll war. Am nächsten Tag saß ich nichtsahnend am Laptop und arbeitete gerade an einem neuen Paris Post, als mein Handy klingelte. Mein Freund erzählte mir voller Freude, dass der Makler sich für uns entschieden hatte und wir die Wohnung ab dem 1. April haben könnten. Für einen Moment blieb mein Herz kurz stehen, weil ich es nicht glauben konnte, dann machte ich einen Freudensprung und stürzte mich direkt in die Planung und Organisation. Zweieinhalb Wochen später stand der Umzug in unsere Traumwohnung an. Wir haben uns von 58 Quadratmeter auf 100 vergrößert, haben nun endlich einen Balkon und ich habe ein eigenes, riesiges Home Office mit genug Platz für Kreativität, mein Equipment und meine Klamotten.

Ende März verbrachten wir außerdem noch ein Wochenende in Prag um den 60. Geburtstag meiner Mutter zu feiern. Ich liebe die Stadt so sehr und habe die kleine Auszeit sehr genossen. Quasi die Ruhe vor dem Sturm…

 

 

 

April – Juni

Anfang April war eigentlich eine Reise mit meinem Liebsten geplant, die wir Aufgrund des Umzugs aber auf Eis legen mussten. Wir waren stattdessen mit einrichten, auspacken und einleben beschäftigt, feierten kurz darauf unseren 5. Jahrestag, anschließend meinen 29. Geburtstag und unsere Einweihungsparty! Ende des Monats ging es dann beruflich bedingt nach Portugal, wo ich mit Fa eine wunderschöne Zeit verbringen durfte, aber leider auch krank wurde. Nach der Pressreise ging es weiter in eine Traumvilla, die wir uns mit Roman und Janina teilten, um vier Tage zu arbeiten, an Traumstränden zu shooten und coole Projekte umzusetzen. Eine Lebensmittelvergiftung wollte mir einen Strich durch die Rechnung machen, trotzdem machten wir das beste daraus und hatten am Ende der Reise zum Glück alle Bilder im Kasten.

Im Mai war privat einiges los! Ich kümmerte mich um meine Mutter und plante ihren Umzug von Hamburg nach Berlin. Leider gestaltete sich das alles schwieriger als ursprünglich gedacht. Lange Zeit war unklar ob sie unsere alte Wohnung, die leerstehend war und bis Ende Juli noch uns gehörte, übernehmen konnte. Außerdem meldete ich mich eeendlich in der Fahrschule an, da ich ein Ziel vor Augen hatte: Ich wollte bis Ende Juli meinen Führerschein in der Tasche haben. Ob ich ein spontaner Mensch bin? Hell yes!! Die Fahrschule akzeptierte meine Herausforderung und auch ich nahm mir vor in den kommenden Wochen beruflich etwas kürzer zu treten, um mich voll und ganz auf die Theorie und Praxis konzentrieren zu können. Da ich aber schon vor Monaten einen Urlaub mit meiner besten Freundin geplant und gebucht hatte, ging es für uns Mitte Mai nach Mallorca. Der Girls Trip war einmalig, wir hatten großes Glück mit dem Wetter und eine unvergessliche Zeit zusammen. Kurz darauf ging es nach Cannes, wo Carmen und ich mit San Pellegrino während des Film Festivals zwei aufregende Tage verbringen durften. Carmen war mir eine große Hilfe und hat als meine Fotografin einen tollen Job gemacht. Ich bin sehr froh darüber, dieses einmalige Erlebnis, samt Red Carpet Auftritt, mit ihr geteilt zu haben.

Juni 2017: Ich lernte weiterhin fleißig für die Theorieprüfung und hatte meine ersten Fahrstunden. Es wurde von Mal zu Mal besser, doch mit dem Zeitdruck im Nacken machten sich zwischendurch auch Angst und Panik breit. Events und Jobs habe ich größtenteils abgesagt und nur eine kleine, feine Auswahl an Kooperationen umgesetzt. Der Führerschein war mir wichtiger, als Geld und Pressereisen, schließlich wollte ich während unserer Traumreise im Juli selber Auto fahren 🙂 Ein großes und super spannendes Projekt, dass u.a. zu meinen liebsten Kooperationen in 2017 gehört, war eine weitere Zusammenarbeit mit Nike. Zuerst ging es mit Nike nach Barcelona, wo wir das Primavera Musik Festival besucht haben. Marina konnte aufgrund familiärer Ereignisse nicht mitkommen und blieb länger in Köln. Ich fuhr von Köln nach Hause, packte den Koffer und machte mich am nächsten Morgen auf nach Barcelona. Bei Ankunft ging alles schief und ich war ein wenig verloren. Da Marina und Philipp nicht mitkommen konnten, die Wohnung aber auf ihren Namen gebucht wurde, verwehrte der Airbnb Host mir den Zutritt zu unserem nicht günstigen Apartment, obwohl ich als Gast offiziell eingetragen war. Eine absolute Frechheit, doch wir konnten nichts machen und wurden von Airbnb im Stich gelassen. Eine Lösung musste also her, nach ein paar Telefonaten und ein paar Stunden später, stand mein Freund vor mir. Er hatte von Zuhause aus ein Hotel gebucht, während ich mich gerade im Zug stadteinwärts befand und kam nach um mir als Fotograf zur Seite stehen zu können. Einfach nur wow! Er ist mein Held, mein Ruhepol und der beste Partner, den man sich nur wünschen kann. Wir haben das Primavera Festival in vollen Zügen genossen und hatten viel Spaß mit dem großartigen Nike Team! Kurz darauf ging es gemeinsam mit Marina und Nike für den zweiten Teil der Zusammenarbeit nach Paris, zum Launch des Nike Cortez Sneakers mit Bella Hadid – und zum French Open Finale!

 

 

Juli – September

Der Juli war einfach nur verrückt und eine emotionale Achterbahnfahrt! Ich weiß ehrlich gesagt, gar nicht wie ich den ganzen Stress so gut weggesteckt habe. Ich habe die Theorieprüfung erfolgreich bestanden und hatte daraufhin fast täglich Fahrstunden und Sonderfahrten. Neben der Fahrschule, kümmerte ich mich um den Umzug meiner Mutter und den ganzen Papierkram, nahm ein paar Termine während der Berlin Fashion Week wahr, tanzte auf einer wundervollen Hochzeit und plante nebenbei auch noch unsere große Reise. Mein Liebster und ich träumten schon seit Jahren von einem USA Roadtrip, 2012 konnte er mich leider nicht nach LA begleiten, daher wollten die Reise gemeinsam erst nach seinem Referendariat umsetzen (sechs Wochen Schulferien). Der Roadtrip war unser Highlight in 2017, ich erzähle gleich noch mehr darüber und plane demnächst auch noch ausführliche Posts, doch vorher kommt erst mal die verrückte Story zu meinem Führerschein.

Am 31.07. ging der Flug nach New York, am 27.07. hatte ich um 8 Uhr morgens meine Fahrprüfung. Ziemlich knapp, ich weiß! Die Generalprobe am Nachmittag zuvor lief schlecht, ich war extrem angespannt und mit den Nerven ziemlich am Ende. Am nächsten Morgen, als ich auf dem Weg zur Fahrschule war, kehrte ich in mich, atmete tief ein und aus und schickte positive Gedanken ans Universum. Nach 46 Minuten im Auto, die mir wirklich endlos vorkamen, wurde ich von der Prüferin bei Ankunft in der Prüfstelle endlich erlöst. Sie reichte mir zuerst die Hand, dann den vorläufigen Führerschein. Mir ist binnen Sekunden eine ganz schwere Last von den Schultern gefallen, ich habe vor Freude ein paar Tränen verdrückt und sah mich schon den Highway entlangfahren. Ich machte mich auf den Weg in die Fahrerlaubnisbehörde um meinen vor Wochen beantragten Führerschein abzuholen, doch der existierte gar nicht. Scheinbar gab es bei der Anmeldung ein Missverständnis, die Dame hatte den Postweg und nicht wie gewünscht Express/Abholung gewählt. Man sagte mir, dass ich den Führerschein am Montag abholen könnte, so gegen 11:30 Uhr. Fast zeitgleich beginnt aber unser Boarding am Flugahfen. Ich war ein wenig verzweifelt, da ich unbedingt in den USA Auto fahren wollte, es nun aber an der blöden Bürokratie scheitern könnte (heutzutage bekommt man den Führerschein nicht mehr direkt nach der Prüfung überreicht!). Nachdem wir hin und her überlegten und mit Marina und Philipp nach einer Lösung suchten, kam folgendes dabei raus: Philipp ging am Montag mit einer Vollmacht in der Tasche, gaaaanz früh zur Fahrerlaubnisbehörde, während Marinko und ich schon am Flughafen waren, die Koffer aufgaben und unser Boarding immer näher rückte. Ich war selten so nervös. In letzter Minute kam mein Retter in der Not mit seinem Auto angerauscht und übergab mir meinen Führerschein 😀 Dank Philipp konnte Amerika kommen. Die Vorfreude auf die Reise schoss ins unermessliche, da mein Traum, die Route 66 in einem Mustang Cabrio entlangzufahren schon bald wahr werden würde…

Nach ein paar Tagen in New York flogen wir weiter nach Dallas, Texas. Die Stadt hat uns umgehauen und wir waren ganz schön traurig, dass wir nur einen Tag eingeplant und uns von der negativen Meinung anderer beeinflussen lassen haben. In Zukunft kommt das nicht mehr vor, ich werde besser recherchieren und mir vor Ort ein eigenes Bild von meinen Traumreisezielen machen! Die Reise führte uns dann ab Texas quer durch’s Land, mit San Francisco als Ziel. Wir haben viele Stunden im Auto verbracht und dabei unbeschreiblich schöne Orte und Sehenswürdigkeiten bestaunt. Das Gefühl, die Route 66 entlang zu fahren – nicht mehr als Beifahrer -während meine Rolling Stones Playlist läuft, war so unbeschreiblich schön. Es gab so viele wundervolle Momente, schöne Begegnungen und tolle Überraschungen, auf die ich hier im einzelnen gar nicht eingehen kann, das würde wirklich den Rahmen sprengen. Ich kann nur sagen, dass die Reise das schönste war, was ich je erlebt habe. Da wir vorab nicht alles festgelegt haben und uns nicht allzu viele Informationen bezüglich unserer Stops eingeholt haben, konnten wir vor Ort spontan sein und ein paar Abenteuer wagen. Wir haben unzählige Fotos und Videos gemacht und sogar ein Reisetagebuch geführt, um kein Detail, keine Anekdote und kein Highlight dieser Reise zu vergessen. Von einer Kakerlake im Haartrockner, einer Schlage vor dem Prada Marfa Store, einer romantischen Nacht im Tipizelt, in der Wüste verloren gehen und dem Wiedersehen mit einem alten Freund war quasi alles dabei. Es gab keinen einzigen schlechten Moment, da wir aus jeder Situation das beste gemacht haben, total gelassen und einfach unendlich glücklich waren. Ich habe in meinem Leben wirklich noch nie so viele Glückshormone verspürt wie auf unserem dreieinhalb-wöchigen Roadtrip durch die USA – und mir schießen noch heute Freudentränen in die Augen, wenn ich Fotos und Videos anschaue. Zu unseren Highlights zählten New York, Dallas, Marfa, White Sands, Grand Canyon, Williams, Antelope Canyon, Santa Barbara, San Diego und Manhattan Beach… Zurück in Berlin angekommen, haben wir spontan eine Welcome Back Party bei uns geschmissen, mit vielen Leckereien aus den USA und spannenden Geschichten.

Im September ging es beruflich wieder mit Vollgas los. Ich habe einige schöne Kooperationen umgesetzt, auf die ich mit Stolz zurückblicke. Zuerst stand die Bread and Butter an, wo ich zusammen mit Fossil unterwegs war. Außerdem ging es mit Louis Vuitton wieder für einen Tag nach Paris, ins Gründerhaus und Atelier.  Wieder zurück in Berlin nahm ich eine Einladung von Aveda an, die ich bitter bereue. Meine naturglatten und gesunden Haare wurden durch 80 Min. Blondierung und Pfusch zerstört. Ich habe zwei Wochen extrem darunter gelitten und bin mit Grün- und Gelbstich rumgerannt. Seitdem muss ich täglich zum Glätteisen greifen, denn das was früher mal glatt war ist heute Stroh und an manchen Stellen sind die Haare abgebrochen. Ich weiß, dass es im Leben wichtigeres als lange Haare gibt, trotzdem bin ich enttäuscht. Das ganze hatte auch negative Auswirkungen auf meinen Job, denn so konnte ich nicht arbeiten und Fotos von mir machen. Ich setze in dem Fall auf Karma und schließe mit diesem Kapitel ab. Mein persönliches Highlight fand nur einen Tag nach dem Haar-Desaster statt. Mit verquollenen Augen machten meine Freunde und ich uns ganz früh auf den Weg zum Rolling Stones Konzert in Hamburg. Die Show war grandios und die Jungs haben gerockt was das Zeug hält. Gänsehaut pur! Ich habe meine Lieblingsband schon mal vor drei Jahren live gesehen und hätte damals nicht gedacht, dass es Aufgrund des hohen Alters noch ein weiteres Konzert geben würde. Oh, was habe ich mich getäuscht. Mick Jagger hüpfte wie ein dreißigjähriger auf der Bühne rum. Ende des Monats ging es dann relativ spontan nach Paris zur Fashion Week. Wieder mit dabei: Meine beste Freundin Carmen, die unzählige Looks fotografiert und eine Engelsgeduld mit mir hatte. Ich bin so froh sie an meiner Seite zu haben und dass sie für jeden Spaß zu haben ist, denn genau so entstehen die spannendsten, lustigsten und verrücktesten Geschichten, auf die man später mal glücklich und zufrieden zurückblicken kann. Außerdem ist im September ein schöner Post zusammen mit Carmen entstanden, hier findet ihr ihn!

 

 

 

Oktober – Dezember

Das letzte Quartal in 2017 war nicht weniger ereignisreich und spannend, es war aber auch ganz schön kräftezehrend. Im Oktober habe ich nach der Paris Fashion Week sehr viel gearbeitet und tolle Projekte geplant und umgesetzt. Gleichzeitig habe ich versucht mich zu erholen und meine Batterien aufzutanken. Mein Körper gab mir erste Anzeichen und ich hört auf ihn, nachdem ich bereits Ende September zwei Wochen krank war und trotzdem gearbeitet habe. Zum Glück verging die Zeit bis zum gemeinsamen Urlaub mit Freuden wie im Flug. Ende Oktober ging es für uns zum zweiten Mal nach Florida, wo wir knapp 10 Tage in Miami und Naples verbracht haben. Den Besuch in den Universal Studios und die große Halloween Party in Naples würde ich als meine persönlichen Highlights beschreiben. Selbstverständlich haben wir vor Ort auch gearbeitet und für ein paar Projekte geshootet. Ansonsten standen noch Sonne tanken und entspannen auf unserem Programm 🙂 Mein Travel Diary findet ihr bei Interesse hier.

Im November und Dezember ging es beruflich heiß her, denn so kurz vor Weihnachten steht immer besonders viel an. Anfang November war ich mit Marina und Carola zwei Tage bei den Press Days in München unterwegs. Es war so schön sich mit Kunden auszutauschen, alte Gesichter wieder zu sehen und neue kennenzulernen. Wieder zurück in Berlin, wurde die To-Do Liste immer länger und der Redaktionsplan immer voller. Im Dezember stand die letzte Pressereise in 2017 an: Disneyland Paris, here we come! Für Marina und mich ging damit ein Kindheitstraum in Erfüllung und wir hatten trotz Regen eine unvergessliche Zeit. Nikkie und Kate Moss haben zu einer gigantischen Fashion Shows im Disneyland Paris eingeladen, es war wirklich ein tolles Event.

Wie bereits erwähnt, geht es vor Weihnachten immer total verrückt und stressig zu.  Jeder Kunde möchte vor Weihnachten spontan noch Projekte umsetzen und buchen, an manchen Tagen hätte ich mehrere gesponserte Posts veröffentlichen und sogar an bis zu drei Events teilnehmen können, doch das habe ich nicht. Es waren wirklich tolle Anfragen dabei, doch ich konnte und wollte nicht noch mehr. Ich habe alle im Voraus geplanten Kooperationen abgearbeitet und mir dann eine Auszeit genommen, auch weil familiär einiges los war und ich mit den Gedanken ständig wo anders war. Ich hatte das Gefühl, dass mir das alles zu viel wird und habe darum die Bremse gezogen und keinen weiteren Job mehr angenommen. Ich habe etwa 90% aller Events abgesagt und stattdessen in meiner Freizeit Quality Time mit Familie und Freunden verbracht. Wozu soll ich mich kaputtmachen? Am Ende des Tages geht es um mich, mein Glück und meine Gesundheit. Ich bin ein Mensch und kein Roboter, ich mache das ganz allein (abgesehen von dem grössten Teil der Fotos) und habe kein Management, dass mir Arbeit abnimmt (hab’s versucht, war ein Reinfall). Ich habe Ansprüche an mich und möchte mir stets treu bleiben. Genau aus diesem Grund präsentiere ich euch nicht jede Woche eine andere Uhrenmarke, preise nicht jede Woche eine andere Kosmetikfirma an und bewerbe keine Proteinshakes oder Kaffeepeelings.

Euch ist bestimmt nicht entgangen, dass es in den letzten Wochen auf meinem Blog und den Social Media Kanälen ungewöhnlich ruhig geworden ist. Keine ausführlichen Instagram Stories, keine Blogposts, obwohl ich noch so viele Outfits in den Startlöchern gehabt hätte. Warum? Ganz einfach, weil ich erschöpft war und eine Auszeit brauchte. Mir ist bewusst, dass es viele Menschen nicht verstehen werden und noch immer denken, ein Blogger würde nur Selfies machen und den lieben langen Tag schlafen und shoppen. Schön wär’s, haha! Glaubt mir, dem ist nicht so. Hinter jedem Post, Foto und jeder Reise steckt sehr viel Arbeit, man macht im Prinzip  fünf Jobs auf einmal und als Selbstständige hat man zudem auch eine große Verantwortung und enormen Druck. Steuerkram, Buchhaltung, Versicherungen, alles Dinge mit denen ich mich vorher nicht auskannte, mit denen ich mich aber auseinandersetzen und befassen muss. Man muss immer am Ball bleiben, hart arbeiten, darf nicht stehen bleiben und immer funktionieren. Ich habe in den vergangenen Tagen sehr viel nachgedacht und reflektiert, habe überlegt wie es weitergehen soll und was ich gerne ändern möchte. Im Prinzip möchte ich 2018 bei Null anfangen. Alles soll besser werden, vom Layout und Content, über die Buchhaltung, bis hin zu meinem Zeitmanagement. Gerne würde ich jemanden einstellen, der meine Mails übernimmt, mich auf Reisen begleitet und mir ein bisschen Arbeit abnimmt. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn man nur ungern Arbeit abgibt und die dazugehörige Kontrolle. Aber eins nach dem anderen, das neue Jahr hat gerade erst begonnen und ich mache lieber viele kleine Schritte, als etwas zu überstürzen und dann auf die Schnauze zu fallen. Eins weiß ich aber sicher, ich möchte endlich ein Wochenende haben, so wie es einige von euch vielleicht auch kennen. Mit ausschlafen, mal planlos und vor allem spontan sein, gerne auch mal faul sein und sich nichts vornehmen. Mit dem Bloggen habe ich bereits 2009 angefangen, als ich noch studiert habe und teilweise zwei Nebenjobs gleichzeitig hatte. Seitdem ist kein Wochenende ohne Arbeit vergangen, in keinem Urlaub durften Laptop, Kamera und viel zu viele Outfits fehlen. Bis 2017 war es für mich völlig normal und okay, doch mittlerweile sehe ich das anders. 2018 möchte ich die Wochenenden nutzen um mit meinen Liebsten zu verreisen, oder um auszuschlafen, den ganzen Tag auf der Couch zu lümmeln, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben und ich möchte einen großen Bogen um den Laptop machen. Ich bin mir auch noch nicht sicher ob und ich welcher Form ich meine Kategorie „7 Things“ beibehalten werde, auch wenn das Feedback dazu sowohl von Lesern, als auch von Kunden immer positiv war. Ich habe fast fünf Jahre lang jeden Sonntag einen Wochenrückblick veröffentlicht, anfangs immer pünktlich am frühen Morgen, gegen Ende nur noch am Abend, irgendwann Montags und seit Weihnachten gar nicht mehr…

Versteht mich bitte nicht falsch, ich möchte mich nicht beschweren oder meckern. Ich will nur ehrlich sein und euch sagen, dass das Leben kein Ponyhof ist, wo die Wolken Pink eingefärbt sind und alle immer nur happy sind. Das Leben ist eine wilde Achterbahnfahrt, zu der Tiefen genauso wie Höhen gehören, wo nicht immer alles nach Plan läuft und das Schicksal manchmal ein verdammt mieser Verräter ist, weil es geliebten Menschen wehtut oder Schaden zufügt. Doch wie heisst es immer so schön: Es geht auch wieder bergauf, man muss nur aus jeder Situation das beste machen, dazulernen, wachsen und stets nach vorne schauen.

Ich bin wirklich unendlich dankbar, dass ich einen so tollen Job habe, so tolle Chancen bekomme und das große Glück habe, meine Kunden und Kooperationen auswählen zu können – und unpassende Angebote und damit verbunden auch Geld ablehnen zu können. Ich bin dankbar für meine treuen Leser und Follower, die meinen Job überhaupt ermöglicht haben, mein kleines Abenteuer verfolgen und mir so unfassbar viel Liebe zurückgeben, sei es in Form einer Mail, einer DM oder eines Kommentars. DANKE für euer positives Feedback, für eure aufmunternden Worte und Komplimente. Ihr seid die besten <3 Natürlich gilt ein großes Dankeschön auch allen Kooperationspartnern der vergangenen 12 Monate. Danke für euer Vertrauen, eure Professionalität, das positive Feedback und die vielen tollen Möglichkeiten!

Wer alles durchgelesen hat, bekommt einen virtuellen Kuss für’s Zeit nehmen! Passt auf euch auf und bleibt gesund. Ich bin schon sehr auf 2018 gespannt und welche Überraschungen das Leben für uns alle bereit hält…

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4 comments

  1. Und da ist er wieder – der Grund warum ich dir so gerne folge, deine Bilder betrachte und Texte lese: Du bist so authentisch und sympathisch! Danke, dass du deine Gedanken zu 2017 mit uns teilst!
    Ich verstehe nichts von Mode, aber ich liebe es das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Und ich finde es ganz wichtig, dass du klarmachst, dass das Bloggerleben eben nicht nur aus Selfies und Shopping besteht. Ich kann deinen Wunsch nach freien und spontanen Wochenenden so gut nachvollziehen! Auch wenn ich einen “Bürojob” habe, muss ich regelmäßig üben mich am Wochenende und zum Feierabend bewusst zu entspannen und das Handy auch mal beiseite legen. Klar gibt es auch mal Themen, die ich am Wochenende beruflich bearbeite, aber wie du auch schon sagst – wofür kaputt machen. Wir haben doch nur das eine Leben und der Job, so sehr er auch Spaß macht, sollte nicht der Hauptteil sein. Ich wünsche dir alles Liebe für 2018! Ich hoffe ihr habt auch dieses Jahr die Gelegenheit einen wundervollen Urlaub zu erleben! Ich erfülle mir im März einen Traum und fliege zum Trekking und Yoga nach Nepal. ich bin so aufgeregt und voller Vorfreude 🙂 Beruflich geht es einen Schritt nach oben, aber ich bin mir dabei bewusst, dass ich es nur zeitlich begrenzt machen möchte. Zum Einen, um die Erfahrung zu sammeln, zum Anderen um Geld für eine Weltreise in 3-4 Jahren zu sparen. Und was danach kommt – we´ll see 🙂
    Naja und wenn ich in Berlin leben würde, hättest du meine Bewerbung für Steuervorbereitungen, Reisebuchungen und Terminplanung schon auf dem Tisch 😉 Ich verstehe nichts von Trends, aber ich mag Terminkalender, to-do Listen, Reisen und Herausforderungen 😉
    Ganz liebe Grüße aus Düsseldorf <3

  2. Das war der beste Jahresrückblick den ich dieses Jahr (2017/20188) gelesen habe. Man merkt, wie viel Mühe und liebe du in deine Arbeit steckst und das finde ich so schön. Du bist authentisch und überhaupt nicht abgehoben und deshalb komme ich auch weiterhin sehr gerne hier vorbei
    Bin gespannt was es 2018 hier alles zu lesen gibt und hoffe du erreichst deine Ziele und fühlst dich rund um wohl.

    LG Katharina
    http://dressandtravel.com

  3. Hallo Magdalena, ich wünsche dir alles Gute für 2018! Ich verfolge nun schon seit mehreren Jahren deinen Blog und finde es toll, wie du es schaffst, authentisch und sympathisch zu bleiben und dabei trotzdem professionell zu sein. Ich kann verstehen, dass der steigende Erfolg auch mit viel Stress verbunden ist – da du sehr gewissenhaft wirkst, ist es bestimmt nicht immer leicht, dann auch mal Grenzen zu ziehen und auf das eigene Wohlbefinden zu achten. Insofern: gut, dass du das im Blick hast. Was ich übrigens auch toll finde: deine Outfits wirken stets so, als würdest du sie auch WIRKLICH tragen und nicht nur für die Fotos. Ich wünsche dir viel Freude im neuen Jahr und dass sich auch Zeit für entspannte Wochenenden ergibt ;-). Liebe Grüße…

  4. Zwar lese ich immer brav mit, aber mit diesem Kommentieren habe ich es nicht so. Bis jetzt. Ich liebe es einfach solche Jahresrückblicke zu lesen. Bei den Photos erinnere ich mich auch noch an jeden Artikel und weiß meistens auch was ich selbst so zu dieser Zeit des Jahres getrieben habe.
    Und dann bin ich nach langem langem Lesen ans Ende deines Posts gelangt und habe gelesen, dass du überlegst jemanden einzustellen. Das kommt vielleicht etwas plötzlich, aber hey! Hier! Ich! Warum denn nicht? Ich lese seit Jahren Blogs, bin selbst bei allen möglichen Social Media Kanälen aktiv, habe kein Problem mit Buchhaltung, liebe Photographieren, Reisen und kenne mich auch noch gut mit Photoshop, InDesign, Lightroom, etc. aus. Und in Berlin wohne ich auch. Und das Wichtigste: ich habe echt richtig richtig Lust etwas Neues zu machen und bin super motiviert. Auch wenn ich das mit dem Abgeben von Arbeit sehr gut kenne. Am liebsten mache ich auch alles selbst, dann weiß ich jedenfalls was dabei heraus kommt…
    Zwar werde ich ab März noch meine Masterarbeit schreiben müssen, aber momentan suche ich sowieso dringend eine neue Beschäftigung.
    Also falls ich irgendwie dein Interesse ein klein wenig geweckt habe und du wirklich jemanden suchst, dann kannst du dich ja kurz bei mir melden 🙂

    Liebste Grüße,
    Julia