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wedding plans: first steps, location, prices


Endlich gibt es heute das langersehnte Update in Bezug auf unsere Hochzeit. Die Verlobung ist mittlerweile knapp acht Monate her und seit meinem ersten Eintrag in der Wedding Kategorie ist ziemlich viel passiert. Es ist also an der Zeit, ein paar Details mit euch zu teilen. Die Hochzeitsvorbereitungen laufen auf Hochtouren und das Grundgerüst steht mittlerweile! Zu Beginn unserer Planung wusste ich allerdings nicht wo man am besten anfangen soll, es gibt einfach so viel zu beachten und Abermillionen Optionen…

Noch 233 Tage bis zum großen Tag! Doch fangen wir erstmal ganz vorne an. Ich verrate euch wie wir bei der Hochzeitsplanung vorgegangen sind, vor allem in Bezug auf die Location-Suche und die ersten, wichtigsten Anlaufstellen.

Kurz nach meiner Verlobung ging es für mich beruflich bedingt nach LA, genauer gesagt zum Coachella Festival. Die Zeit ohne meinen Verlobten fiel mir ehrlich gesagt schwer. Man ist in dieser  besonderen Zeit einfach besonders emotional und man möchte Ideen in Bezug auf die Hochzeit natürlich gemeinsam teilen und am liebsten auch direkt umsetzen. In den zwei Wochen habe ich demzufolge erst mal nur in Brautmagazinen gestöbert, Inspiration gesammelt und erste Informationen zum Thema Hochzeit aus dem Netz gezogen. Beim tagtäglichen Hören meiner Lieblingsmusik fing ich zudem an erste Songs in unsere „Wedding Playlist“ zu schieben. Die ein oder andere Träne habe ich dabei auch verdrückt, weil ich bei gewissen Songs das Bild von uns, als Mann und Frau, vor Augen hatte. 

Zu Beginn hatte ich unzählige Fragen, schließlich ist das Gebiet Hochzeit ganz neu für mich. Womit fängt man am besten an? Braucht man einen Wedding Planer? Freie Trauung und/oder Standesamtliche Trauung? Wann und wo wollen wir heiraten? Müssen wir uns beim Standesamt anmelden? Was kosten einzelne Dienstleister und wo findet man die besten? Wie teuer ist eine Hochzeit?

Nachdem ich aus LA zurück war, ging es Anfang Mai direkt los mit den ersten Punkten auf der Wedding To-Do Liste. Wir überlegten uns gemeinsam in welche Richtung die Hochzeit gehen soll, wieviele Gäste wir ungefähr erwarten und welcher Zeitraum für uns in Frage kommt. Die ersten Ideen: Wir wollten in Berlin oder Brandenburg heiraten und nur mit dem engsten Freundeskreis und der Familie feiern. Kein Riesen Trara, bei dem jeder eingeladen wird den man kennt und für uns stand auch direkt fest, dass es keine Boho-Hochzeit werden soll. Wir wollten eine Location, in der man unter sich sein kann, also ohne „Zuschauer“ und ohne direkte Nachbarn, die einem bei zu lauter Musik einen Strich durch die Rechnung machen. 

Wir machten uns also auf die Suche nach geeigneten Locations, doch viele konnten diese Kritikern gar nicht erfüllen bzw. fielen direkt weg: Zu klein, zu groß, zu rustikal, zu speziell, bis 2020 ausgebucht, in Umbau etc. Mir ließ das Thema keine Ruhe und so verbrachte ich, vor allem Nachts nach getaner Arbeit, viele Stunden vor dem Rechner, immer auf der Suche nach DER perfekten Location in Berlin oder Umgebung. Das kann doch nicht so schwer sein? Oh, doch! Irgendwann hatten wir fünf ganz unterschiedliche Locations in der engeren Wahl und vereinbarten Besichtigungstermine. Bis auf eine Scheune war so ziemlich alles vertreten, doch 100% passte leider keine Location perfekt. Die eine Location hatte z.B. zwei Etagen und es hätte wohl auch vorkommen können, dass am selben Tag oben eine weitere Feier stattfindet. Für uns leider ein No Go. Bei der anderen hätten Trauung und Abendessen im Freien stattfinden müssen, da der „Saal“ in echt leider winzig klein war und nicht geeignet für 60-70 Personen. Und was wenn es am großen Tag regnet? Es gab keine Ausweichmöglichkeit. Außerdem war direkt nebenan ein Restaurant, somit wäre auch hier wieder keine Exklusivität gegeben. Bei einem Schloss, grenzte der Garten an einen Badesee an und auch hier hätte man unerwünschte Zuschauer, oder die anderen Besucher im Hotel könnten sich wegen der Lautstärke gestört fühlen. Die vierte Location, eine Villa am See war optisch nicht ganz nach unserem Geschmack und zudem auch viel zu teuer, es gab so viele versteckte Kosten. Ich suchte also weiter, durchforstete zig Foren, Internetseiten und Pinterest, bis ich endlich DIE Location fand. Mein Freund rief sofort an und auch wenn nur noch ein einzig freier Termin (Anfang August 2019, also super spät) verfügbar war, machten wir einen Termin aus…

Mitte Mai stand dann erstmal ein anderer wichtiger Punkt auf unserem Plan. Wer wird Trauzeuge und Trauzeugin? Wer wird uns bis zum großen Tag hin unterstützen, uns bei der Planung und am Hochzeitstag selber mit Rat und Tat zur Seite stehen? Auch wenn mein Verlobter direkt nach dem Antrag seinen guten Freund quasi zum Trauzeugen machte, wollten wir es nochmal auf offiziellem Wege machen, schließlich hatte ich sechs Wochen nach der Verlobung noch keinen gefragt. Wir luden meine beste Freundin und ihren Freund zum Frühstück ein und wollten die Frage auf eine etwas andere Art stellen. Dafür habe ich mir etwas besonderes überlegt: Ich habe mit einem Porzellan-Stift „Willst du mein Trauzeuge“ und „Willst du meine Trauzeugin“ auf den Boden von zwei großen Kaffeetassen geschrieben und im Backofen eingebrannt. Während die beiden Platz nahmen, stand ich an der Kaffeemaschine, doch vor lauter Aufregung wusste ich plötzlich nicht mehr welche Tasse für wen war und musste eine der Tassen umfüllen, um den Boden wieder sehen zu können. Als wir dann alle am Tisch saßen und jeder seine Tasse hatte, fiel mir auf, dass Steve seinen Kaffee besonders schnell trank, Carmen hingegen sehr langsam und somit der Plan vielleicht nicht aufgehen würde. Ich trank meinen Kaffee also schnell aus, sprang auf und fragte Steve gaaanz unauffällig, ob er auch noch einen Kaffee möchte, weil seiner ja schon fast leer war. Ja, er wollte. Zum Glück, haha. Es war aber eigentlich unmöglich, dass beide zeitgleich austrinken und die Frage in der Tasse sehen. Steve leerte auch seinen zweiten Kaffee, lachte und sagte „klar, bin ich dein Trauzeuge, dass haben wir doch schon nach der Verlobung ausgemacht“. Carmen machte große Augen. Im ersten Moment hatte sie nicht verstanden, warum Steve das Thema aus dem Nichts ansprach, leerte dann aber auch ihre Tasse und war total glücklich. Anschließend überreichte ich ihr noch einen Trauzeugin-Planer.

Am Pfingstwochenende ging es zusammen mit meiner Trauzeugin zu unserer Traum-Location. Da meiner Liebster genau an dem Wochenende nicht in Berlin war, konnte er leider nicht dabei sein. Es war ein Traum! Über WhatsApp schickte ich ihm Videos und Fotos und er war genauso begeistert wie ich. Die Räumlichkeiten waren für unsere Vorstellung einfach perfekt und erfüllte so ziemlich alle Kriterien. Um auf Nummer Sicher zu gehen, lies ich den einzig freien Termin reservieren. Kurz darauf fuhren wir nochmal als Paar zur Location, damit er sich auch Live ein Bild von allem machen und offene Fragen geklärt werden konnten. Wenige Tage später wurde der Vertrag unterzeichnet, zudem bekamen wir beim dort ansässigen Standesamt für den großen Tag auch noch einen Termin. OMG!

Nun waren andere, nicht weniger wichtige Dienstleister wie Fotograf, DJ, Band, Hochzeitstorte und Co an der Reihe. Auch hier machten wir uns im Internet auf die Suche und kontaktierten erste Favoriten. An dieser Stelle möchte ich ein wenig auf die Kosten für eine Hochzeit eingehen. Wir hatten wirklich keine Ahnung was eine Hochzeit kostet. Wenn wir heute auf unsere erste Budgetplanung zurückschauen, müssen wir schmunzeln. Was gehört alles in die Budgetplanung? Location, Dinner, Getränke, Musik, Dekoration, Blumen, Fotograf, Videograf, Einladungen, Standesamt und/oder Trauredner, Wedding Planer, Hochzeitstorte, Brautkleid und Schuhe, Anzug und Schuhe, Eheringe, Auto, Anfahrt und Unterkunft… Es gibt aber im Prinzip keine Grenzen, da jeder andere Wünsche und Vorstellungen hat.

Bei den Locations erhält man Preise und sogenannte Hochzeitsmappen fast ausschließlich nur auf Anfrage. Wenn man diese per Mail erhalten hat, kann man sich schon mal einen guten Überblick verschaffen. Bei der Besichtung kann man dann persönlich alles Details und Fragen klären und alle Fakorten genauer kalkurieren. Die Preise können natürlich stark variieren und sind oft abhängig von dem Wünschen des Brautpaars. Buffet ist zum Beispiel günstiger als ein Drei-Gänge-Menü und auch bei den Getränken gibt es verschiedene Pakete. Was Location, Dinner und Getränke angeht, lagen die Preise für ca. 60 Gästen zwischen 10.000 – 18.500€. Alle oben genannten Positionen kämen natürlich noch obendrauf und schneller als einem lieb ist, liegt man bei dem Wert eines Neuwagens. Besonders gute/gefragte Fotografen verlangen für Fotos und Videos teilweise bis zu 6.000€. Einladungskarten lagen bei bis zu 1.000€. Natürlich gibt es was Dekoration, Einladungen und Fotografen angeht auch immer preiswertere Alternativen. Daher kann ich nur empfehlen, Preise zu vergleichen und nicht sofort das erstbeste Angebot anzunehmen, wenn man ein gewissen Budget nicht übersteigen möchte. Überlegt euch was euch besonders wichtig ist und worauf man verzichten kann (z.B. ein Hochzeitsauto. Braucht man nicht, wenn man in der Location schläft). Ein Wedding Planer bzw. Dekorateur wäre bei unserer Location übrigens nicht notwendig, da sie nicht viel Schnickschnack bedarf, schöne Tische und Stühle etc. vorhanden sind und wir am Vorabend schon gewisse Dinge vorbereiten oder anbringen könnten. 

Im Sommer ging es für uns dann endlich zum Standesamt Pankow, wo es mit der Terminvergabe nicht so einfach ist. Dort wurden wir aber zum Glück total freundlich empfangen und über alle wichtigen Details aufgeklärt. Anschließend haben die Eheschließung angemeldet, die mit Papierkram verbunden ist, aber an sich ist das alles machbar und gar nicht der Rede wert. Kurz darauf ging es für uns mit Freunden in den Sommerurlaub. Wir nutzten die Zeit und Ruhe für die weitere Hochzeitsplanung und ließen uns alles nochmal durch den Kopf gehen. Letztendlich kam alles etwas anders als ursprünglich gedacht und so haben wir haben uns gegen die Location entschieden und sind vom Vertrag zurückgetreten. Nun mussten wir wieder bei Null anfangen… Wieso, weshalb, warum? Das verrate ich euch im nächsten Wedding Update!

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